Presse
Schwarzwälder Post, Freitag/Samstag, 29. Februar/1. März 2008
In drei Tagen nach Baume-les-Dames
Am Donnerstagmorgen gingen 14 Teilnehmer auf die 213 Kilometer lange Laufstrecke – Partnerschafts-Stammtisch wollte mit dem Rad fahren
Von Hanspeter Schwendemann
Zell a. H. „Ich habe vor dieser Leistung großen Respekt“, betonte am frühen Donnerstagmorgen Bürgermeister Hans-Martin Moll, der die 14 Teilnehmer des Partnerstadt-Laufes persönlich auf die 213 Kilometer lange Strecke von Zell a. H. nach Baume-les-Dames geschickt hat. Das Zeller Stadtoberhaupt bekannte: „Ich gehe in dieser Zeit lieber arbeiten!“
Eine ganze Menge Arbeit hatten Organisator Karl Bächle und sein Team bereits im Vorfeld geleistet, um den dreitägigen Partnerstadtlauf auch minutiös vorzubereiten. Neben der Streckenführung galt es vor allem das Begleitfahrzeug, die Streckenverpflegung und die Übernachtungen zu organisieren. Unterstützt wurde Karl Bächle dabei vor allem von seiner Partnerin Andrea Schmieder sowie Rene Kempf, Bärbel Buchholz, Gebhard Lehmann vom Partnerschafts-Stammtisch und Rudolf Mahlburg von der Organisation „Partnerstadtlauf“.
Die Anspannung der Vorbereitungszeit ist am Donnerstagmorgen pünktlich um 7 Uhr der sportlichen Herausforderung gewichen. Vor dem Rathaus war ein kleines Stadion mit Startband und Sponsorentafeln aufgebaut und zu den Läuferinnen und Läufern gesellten sich das Begleitteam und einige Schaulustige und Freunde, die dem Tross die besten Wünsche mit auf die superlange Laufstrecke gegeben haben.
Neben Hauptakteur Karl Bächle ging auch Turnvereins-Vorstand und Ratschreiber Ludwig Börsig mit auf die Strecke. In seiner kurzen Ansprache freute er sich, dass mit diesem Laufereignis ein besonderes Kapitel in der Erfolgsgeschichte der LG Brandenkopf aufgeschlagen werde.
Gebhard Lehmann vom Partnerschafts-Stammtisch indes schränkte ein, dass die Idee, die Strecke von Zell nach Baume-les-Dames in drei Tagen zurückzulegen, keine neue Erfindung sei. Dies habe man sich vor einigen Jahren zum Ziel gesetzt. Lehmann räumte ein, dass es dennoch zwei kleine Unterschiede gegeben habe: man wollte mit dem Fahrrad fahren und aus verschiedenen Gründen sei es immer bei der Absicht geblieben. Im Zeichen der „Jumelage“ staffierte er Karl Bächle vor dem Start stilecht mit einem der wenigen, noch greifbaren Partnerstadt-T-Shirts aus.
So machten sich am Donnerstagmorgen dann Lothar Killig, Andreas Amann, Matthias Becker, Anita Bruder, Hannelore Metz, Karl-Heinz Freytag, Karl Bächle, Sabine Brucker, Ludwig Börsig, Robert Schraffenberger, Heidemarie Michels-Streck, Horst Spitzmüller, Brigitte Mahlberg, Bram van der Bigl und Jean-Piérre Renambatz zu Fuß auf den Weg nach Baume-les-Dames. Brigitte Guggenbühler und Rudolf Mahlburg werden eine Teilstrecke zurücklegen.
Nach einer Ehrenrunde über den Zeller Kreisverkehr ging es zum Tal hinaus Richtung Frankreich. Die erste Etappe führte etwas über Breisach hinaus, die zweite führt am heutigen Freitag bis nach Sochaux ehe dann am Samstag die französische Partnerstadt erreicht wird. Die Rückfahrt nach einer insgesamt hoffentlich erfolgreichen Unternehmung bringt den Läufertross am Sonntag wieder zurück nach Zell.
Vor dem Start beim Rathaus in Zell a.H.: Die Teilnehmer des
Baume-les-Dames-Laufes; in der Mitte mit Startflagge
Karl Bächle.
Organisator Karl Bächle wurde von Gebhard Lehmann (re.),
Sprecher des Partnerschafts-Stammtisches, mit einem
"Jumelage"-T-Shirt ausgestattet. Bürgermeister Moll gab
das Startzeichen.
Fotos: Hanspeter Schwendemann
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