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Schwarzwälder Post, Mittwoch, 08. Oktober 2008

LG Brandenkopf beim Köln Marathon und Halbmarathon:
Ulrich Benz erreicht 10. von 5665 Startern

Von Bernd Ehrhardt

Zell-Unterharmersbach. War das Wetter nun gut oder schlecht am Sonntag, als in Köln um 8.30 Uhr der Halbmarathon und um 11.00 Uhr der Marathonwettbewerb ausgetragen wurde? Für die vielen Tausend Zuschauer, Musikkapellen sowie Helfer an den Verpflegungsständen war es auf alle Fälle nicht gerade angenehm vom frühen Morgen bis weit in den Nachmittag bei einmal mehr oder wenigen starken Regenfällen und Schauern und ständigen Windböen auszuharren. Es spricht für die rheinische Mentalität, dass diese äußeren Bedingungen in keiner Weise auf die Anfeuerungen und die pflegerische Unterstützung negative Auswirkungen hatten.
Auch die überwiegende Anzahl der Läufer sprach von idealen Verhältnissen, wobei der Wind einem regelmäßigen Rennverlauf doch eher verhinderte. Offensichtlich hatte der Köln Marathon in diesem Jahr einen besonderen Reiz an die Läufer aus dem Ortenaukreis ausgesandt. Denn von fast allen örtlichen Laufgruppen wurden Teilnehmer in den beiden Wettbewerben gesichtet.
Darunter auch von der LG Brandenkopf, die drei Teilnehmern gemeldet hatte. Dabei das Aushängeschild Ulrich Benz der LG Brandenkopf, der sich in Köln einigen ganz Großen der nationalen und internationalen Laufszene stellte. Beim Startschuss auf dem Gelände der Köln-Messe waren 5665 Läufer und 3065 Läuferinnen am Start, die mit unterschiedlichen Zielvorstellungen in den verschiedenen Startblocks standen.
Ulrich Benz, der immerhin mit einer Bestzeit von knapp über 1:10 Std aufwarten kann, hatte sich eine Zeit in diesem Bereich vorgestellt. Die ersten 4 Kilometer lief er zusammen mit Sabrina Mockenhaupt, die mit 1:08:51 überlegen die Wertung Frauen gewann. Das von "Mocki" und Ihrem persönlichen Pacer eingeschlagene Tempo erwies sich jedoch um ein paar Sekunden pro Kilometer zu schnell, somit musste Benz ab Kilometer 5 alleine gegen den Wind laufen. Ab diesem Zeitpunkt war für Benz das erforderliche Tempo für eine Bestzeit nicht mehr zu halten, teilweise lag es auch an der einfach im Spätjahr fehlenden Topform, die erforderlich ist, um solche Ziele umsetzten zu können. Nach 1:11:53 Std erreichte er, unverkennbar im brasilianisch gelb/blauen Laufdress dann auch die Ziellinie, an der er begeistert von seinen Mannschaftskollegen Rosi Knäble und Bernd Ehrhardt begrüßt und angefeuert wurde.
Diese Zeit reichte für den 10. Platz der Gesamtwertung sowie gar noch für den 2. Platz in der Altersklassenwertung. Aufgrund der Wetterverhältnisse, dem Rennverlauf und dem Spaß beim Zieleinlauf nach der Deutzer Brücke zeigt sich Benz nach dem Lauf jedoch ganz zufrieden über das erzielte Ergebnis.
Nach rund zwei Jahren mit überwiegenden Berg- und Ultraläufen hatten sich Rosi Knäble und Bernd Ehrhardt zum Ende der Laufsaison 2008 wieder einmal einen flachen 42 er ausgesucht. Nach einer äußerst knappen Vorbereitungszeit von 8 Monaten sollte der Köln-Marathon in die Rubrik "Fun-Lauf" ohne Absichten auf evtl. Bestzeiten eingeordnet werden. Umso erfreulicher die Ergebnisse: Die 3:21:06 Std von Knäble bedeutet in der AK den 3. Platz sowie den 37. Platz gesamt bei exakt 1425 Teilnehmerinnen.
Auch Bernd Ehrhardt konnte sich mit 3:31.54 Std weit vorne im Gesamtfeld einreihen: Platz 1317 bei 6142 Marathonis, die das Ziel erreichten.

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