Presse
Schwarzwälder Post, Freitag/Samstag, 31. Juli/1. August 2009
Athleten erfolgreich beim größten Berg-Ultramarathon der Welt
Rosi Knäble 2. in der Altersklasse W50
Zell-Unterharmersbach (as). Mit einer Gesamtlänge von 78,5 Kilometern und einem Höhenunterschied von 2260 Metern hat sich der "Swissalpine K78" in Davos als größter Berg-Ultramarathon der Welt und somit als die ultimative Herausforderung für Langstrecken- und Bergläufer etabliert. Mit am Start war unter den über 1000 Läuferinnen und Läufer neben zahlreichen Ultraspezialisten wie Jonas Buud, dem schwedischen Europameister über 100 Kilometer, und Nick Sharp, dem zweifachen Gewinner des Mont Blanc Marathons aus England, die Niederschopfheimerin Rosi Knäble. Mit einer Gesamtzeit von 8:46:51 Stunden erreichte sie in ihrer Altersklasse (AK) W50 einen hervorragenden 2. Platz und kam somit als 22. Frau ins Ziel. Nach 10:16:17 Stunden folgte Hans Hoos auf Platz 27 der AK M55 und konnte somit an seiner beachtlichen Leistung vom Vorjahr anknüpfen.
Ausgangs- und Endpunkt des alljährlichen K78 ist das auf 1538 Meter Höhe gelegene Sportzentrum Davos. Von hier aus verlaufen die ersten 30 Kilometer talabwärts bis nach Filisur - ein Streckenabschnitt, der von vielen Läufern als Aufwärmphase bezeichnet wir. Denn ab hier beginnt mit dem 20 Kilometer langen Aufstieg auf die 1600 Meter höher liegende Keschhütte der wohl härteste und kraftraubendste Abschnitt der Strecke. Belohnt werden die Läuferinnen und Läufer auf dem 2600 Meter hohen Panoramatrail in Richtung Scalettapass mit einer grandiosen Aussicht auf die Schweizer Berglandschaft. 21 Kilometer der Strecke führen durch hochalpines Gelände und somit bei teilweise eisigen Temperaturen und starken Windböen über Stein und Geröll, Gletscherbäche und Schneefelder.
Neben dem legendären K78 bietet der Swissalpine mit seinem Nachwuchswettkampf, der Nordic Walking Strecke, dem 11- und 31-Kilometer-Lauf sowie dem Halbmarathon und zwei verschiedenen Marathonstrecken etwas für jeden Geschmack und jedes Können.
So hat sich z. B. der K42 Marathon von Bergün nach Davos nicht nur als höchstgelegendster Marathon Europas einen Namen gemacht, sondern gilt aufgrund seiner enormen Auf- und Abstiege (+1890m und -1710m) und der rauen Bergtrails gleichzeitig als einer der anstrengendsten Berg- und Marathonläufe der Welt.
Mit am Start des K42 waren am vergangenen Samstag von der LG Brandenkopf Horst Spitzmüller und Rüdiger Hennig. Sie erreichten mit 6:08:44 und 6:13:50 Stunden und somit Platz 99 in der AK M45 und Platz 78 in der AK M50 ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis.
Neben der bezaubernden Berglandschaft der Schweizer Alpen sorgten die zahlreichen Zuschauer, Helfer und Organisatoren des Swissalpine 2009 für ein unvergessliches Lauferlebnis.
Die gleichzeitige Durchführung von sieben Langstreckenläufe mit einer Gesamtlänge von 247 Kilometern und ca. 5000 Läufern grenzt an einer organisatorischen Meisterleistung.
Vor, während und nach den Läufen sorgten etliche Ärzte, Masseusen, Polizisten und sonstige Helfer für die medizinische Versorgung und regelmäßige Aufstockung der Energiereserven. Von Power-Riegeln und Rosinen-Brötchen bis hin zur Schweizer Krafbrühe war alles vorhanden.
Die Zuschauer am Start, Ziel und auf der Laufstrecke - sei es der zufällige Wanderer, die herzige Bäuerin auf ihrem heimischen Balkon, die faszinierten Kinder am Wegesrand oder der eingefleischte Marathonfan aus Übersee - sie alle "trugen" die Läuferinnen und Läufer mit ihren motivierenden Worten, Sprechgesängen, "hopp-hopp"-Rufen, Laola-Wellen, Transparenten und Kuhglocken durch die Schweizer Alpen - ein unvergessliches Erlebnis, das jedes Läuferherz höher schlagen lässt. Viele von ihnen träumen schon jetzt vom 31. Juli 2010 - dem 25. Swissalpine in Davos!
Rosi Knäble wenige Meter vor der Keschhütte auf 2632 Meter Höhe.
Foto: privat
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