Presse
Schwarzwälder Post, Freitag/Samstag, 14./15. Mai 2010
Ob Stadtlauf Offenburg, Schluchseelauf oder am Rennsteig:
LG Brandenkopf an der Spitze dabei
Zell-Unterharmersbach (as). Zeitgleich mit dem Offenburger Stadtlauf findet jedes Jahr am größten Schwarzwaldsee der internationale Schluchseelauf statt. Diese Konstellation bedeutet immer wieder für die regionalen Läufer, eine nicht ganz einfache Entscheidung zu treffen. Denn Offenburg liegt nun mal direkt vor der Haustür und beim Schluchsselauf handelt es sich doch um einen sehr beliebten Naturlauf mit jährlich rund 4000 Teilnehmern. Die attraktive, 18,4 km lange Strecke beginnt an der Schluchseehalle und führte auf einer Höhe zwischen 900 und 1000 Meter, rund um den Schluchsee. Im Herbst 2009 wurde begonnen den Wanderweg im Bereich Aha direkt an den See zu verlegen. Die Strecke war so für die Läufer diesmal noch attraktiver. Die letzten 6,5 km verlaufen dann auf einem herrlichen Seeuferweg direkt am See entlang zurück zum Ziel bei der Schluchseehalle.
Für Offenburg entschieden sich in diesem Jahr sechs Läufer der LG Brandenkopf (wovon zwei Athleten Platz 1 und drei Platz 2 der jeweiligen Altersklasse belegten). Acht Läufer machten sich auf den Weg in den Schwarzwald. Mit dabei Ulrich Benz (der Sieger von 2007 und 2008, sowie Zweiter von 2009) der auch in diesem Jahr zum Favoritenkreis zu zählen war. Doch beherrscht wurde in diesem Jahr der Lauf von Patrick Wieser (u.a. Sieger des Engadiner Sommerlaufes 2008 und Ditter des Jungfrau Marathons 2007) sowie von Mathias Körner (SC DHFK Leipzig) der auch den Freiburger Halbmarathon gewann. Dem Ohlsbacher fehlte in diesem Jahr die Kraft, um ganz vorne mitzulaufen. Letztendlich ein Tribut der vielen Wettkämpfe während den letzten Wochen, davon drei Halbmarathons in Heidelberg, Berlin und den Deutschen Meisterschaften in Bad Liebenzell. Immerhin gelang ihm bei seinem vierten Start zum vierten Mal der Sprung aufs Siegertreppchen, denn die 1:04:43 Stunden reichten für Platz drei. Dennoch ein großer Erfolg für den Läufer im Trikot der LG Brandenkopf.
Ebenfalls in Topform präsentierte sich in diesem Jahr Rosi Knäble, die bisher bei fünf Läufen jeweils Platz 1 der Altersklasse, jedoch auch sehr gute Platzierungen im Vergleich zu wesentlich jüngeren Läufern, egal welchen Geschlechts erringen konnte. Auch am Schluchsee gab es keine Probleme für Rosi Knäble: Bei über 1000 weiblichen Teilnehmer lief sie 1:22:09 Std. nicht nur neue Bestzeit, sondern mit acht Minuten Vorsprung auf Platz 1 der Altersklasse und Platz 16 der Gesamtwertung. Die Platzierungen der übrigen Teilnehmer: Michael Rothmann 1:20:22 (40. HK), Lothar Killig 1:23:26 (50. M 40), Miriam Köhler 1:27:08 (10. HK), Volker Kling 1:30:17 (114. M 40), Ludwig Börsig 1:30:30 (39. M 55), Karen Schwendemann 2:03:07 (146. HK).
Wem die 42,1095 km eines "normalen" Marathons nicht genug sind oder einfach grad mal so zur Abwechslung und als Herausforderung der wagt sich auf eine Ultra-Distanz. Zu den Klassikern gehört bei allen Läufern der GutsMuths-Rennsteiglauf. Es handelt sich hier um den größte Landschaftslauf Mitteleuropas und gewiss einer der schönsten. Er führt über den Rennsteig genannten Höhenweg des Thüringer Waldes, eines romantischen deutschen Mittelgebirges. Jedes Jahr nehmen ca. 15.000 Läufer, Nordic Walker und Wanderer daran teil. Für Ostdeutschland hat die Veranstaltung zudem Kultstatus: Der seit den 70er Jahren stattfindende Lauf war die größte Breitensportveranstaltung der DDR, an der erfolgreich teilgenommen zu haben große Anerkennung in Sportlerkreisen verschaffte. Die Königsstrecke ist der Supermarathon. Startort ist Eisenach. Streckenlänge: 72,7 Kilometer; Starthöhe 210 m NN; höchster Punkt 973 m NN; Zielhöhe 711 m NN in Schmiedefeld.
Die durchschnittliche Beteiligung liegt jährlich bei 2000 Läufern. Am vergangen Samstag waren es exakt 1569 männliche und 288 weibliche "Laufverrückte", die um 6 Uhr am Startband in Eisenach Aufstellung nahmen. Mit dabei Christel Kornmayer, die nach der Verletzung im letzten Jahr das Wintertraining überwiegend auf den Langlauf-Skiern durchführte und nun vor einer Aufgabe mit ungewissem Ende stand. Jedoch konnte Sie auch von ihrer Erfahrung profitieren und lief nach 8:07:33 Stunden auf dem Sportplatz in Schmiedefeld ein. Dies war für sie Platz 2 der Altersklasse sowie Platz 63 der Gesamtwertung.
Zudem größtes Zugpferd hat sich in der Zwischenzeit der Halbmarathon entwickelt, bei dem Horst Spitzmüller mit 1:55:57 Std. den 262. Platz der AK erreichte.
Ulrich Benz auf der Strecke beim Schluchseelauf - angefeuert durch Fans vom TVU.
Foto: Alfred Siegesmund
Reportage "Schluchseelauf" bei Laufreport
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