Läuferimpressionen : Läufer berichten
Auf dieser Seite berichten unsere Läufer von ihren
Laufimpressionen.
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Laufen in Stuttgart mit DB - 06.03.2013
Impressionen von Uli:
Mittwoch, 06. März endlich wieder wärmer, endlich wieder so los
gekommen, dass man im hellen laufen kann.... und dann nach ca. 15 min.
als man so langsam den Laufrhythmus gefunden hat, plötzlich ein Hupen -
ein reflexhaftes stehenbleiben und umdrehen. Was ist denn jetzt
passiert? Ein Auto hat gehalten und die die Beifahrerin fragt mich
freundlich, ob ich wisse wo die Arbeiterwohlfahrt wäre...
Trainingsunterbrechung, ...Konnte der Dame so halbwegs weiterhelfen,
zumindest bestätigen, dass Sie in der richtigen Straße ist. Also wieder
los. Schritt lang ziehen, Rhythmus wieder finden, dann Ampelkreuzung am
Olgaeck. Laufe auf die Kreuzung zu, um dann links Richtung
Charlottenplatz abzubiegen. Wende meinen Schritt nach links und sehe
aus dem rechten Augenwinkel auf der anderen Straßenseite an der roten
Fußgängerampel einen Läufer stehen. Denke noch, das könnte der Dieter
B. sein... nein... noch mal im laufen kurz den Kopf nach hinten
gedreht. Verdammte Ähnlichkeit, nee nicht nur Ähnlichkeit, das ist
Dieter B. Aber da kann man ja auch nichts machen, zudem wieder leichtes
Gefälle, langer Schritt, wieder Rhythmus, weiterlaufen und plötzlich
wieder ein „Stop“ gehört... wieder reflexhaftes stehenbleiben, warten,
umdrehen. Dieter joggt über die mittlerweile grüne Fußgängerampel. Ich
solle warten, trainiere ja eh und laufe offenbar in die Richtung, in
die auch er müsse. Ob ich ihm den Weg zum Amadeus zeigen könne. So wie
er ganz locker drauf los geredet hat, mit einer Selbstverständlichkeit,
hätte man meinen können, dass er mich kennen würde. Was aber nicht sein
kann, da ich Dieter vielleicht zweimal persönlich getroffen hatte - vor
neun Jahren! Also Einbildung. Dieter dann ca. 500 m begleitet und zum
Amadeus geleitet, wo er sich mit einer Sanwald-Laufgruppe getroffen
hat, um diese für den Stuttgart-Lauf zu motivieren und zu trainieren.
Nett geplaudert, gefachsimpelt, ein zwangloses reden und joggen... Habe
mich natürlich nicht getraut zu fragen, weshalb er mir gerufen habe:
einfach Läufercommunity? weil er bemerkte, dass ich mich nach ihm
mehrmals umgeschaut habe und trotzdem nicht gehalten habe? Es war
jedenfalls ein sehr angenehmes Gespräch mit DEM deutschen
Langstreckenläufer der letzten 25 Jahre.... Die alleinige Fortsetzung
meines Trainingslaufes: die nächsten 70 min. wurde immer schneller,
rhythmischer, besser... war kurz mit Dieter gelaufen, Sonnenschein,
Wärme, Vogelgezwitscher, 4:00er-Schnitt ohne Druck.... geil... das
ganze Training nur zufrieden gewesen.... man ist wohl doch einfach
Läufer und bewundert Dieter B. Mal ein etwas anderes Läufer-Highlight.
Gruß Uli
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37. LBS-Nikolauslauf in Tübingen -
09.12.2012
Impressionen von Miriam:
Dieses Jahr bin ich wirklich ganz ohne Ambitionen nach Tübingen
gegangen. In letzter Zeit hatte ich kaum Zeit zum Trainieren, weil wir
einen Hund bekommen haben, der ganz schön viel Zeit in Anspruch nimmt.
Der Kurs in
Tübingen verläuft immer hoch und runter...ganz eben ist da kaum was.
Die Verhältnisse in diesem Jahr waren auch richtig schwer. Zum einen
natürlich die Außentemperatur bei fast -10 °C, zudem die
verschneite
und oft
vereiste Strecke und starker Schneefall gegen Ende...aber im Gegensatz
zum
letzten Jahr hatte ich echt Spaß! Die Stimmung war wie immer aber
richtig toll.
Den Lauf kann ich also nur empfehlen.
Schade, dass es für Timo nicht wie erhofft lief, aber er meinte, er
hätte seit der DM auch nicht mehr so viel gemacht...dafür hat's ja
Felix
echt krachen lassen.
Gruß Miriam
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Les Crêtes Vosgiennes - 33 km 1.000
Höhenmeter - 21.08.2011
Impressionen von Uli:
Route des Cretes – ein weiterer Klassiker, der auf meiner Liste einmal
zu laufen steht. Vom Veranstalter „La course de la mythiqu“ bezeichnet.
33 km, trailrunning pur, 1000 HM hoch und runter, Streckenrekord bei
2h15min! Nach dem in diesem Jahr keine Bergläufe anstanden, wollte ich
endlich einmal diesen Klassiker laufen, der von der benötigten Zeit
einem Marathon entspricht. Auch wenn es mir keiner glaubte, ich wollte
nur durchkommen, da das Profil durchweg wellig ist, was ich als einer
der entweder schnelle, flache Stadtmarathons und -halbmarathons bzw.
Bergläufe liebt nicht gewohnt ist.So ging es dann am Sonntag auf 1300 m
unterhalb des Grand Ballons los, der Start auf einer tiefen Wiese, nach
ca. 600 m links ab, eine Wiese hoch, die meinem Gefühl nach dem
Schlussanstieg von Grabs oder der Moräne bei der Jungfrau alle Ehre
machte. Danach in einer 4er-Gruppe wellig bergauf, bergab, und dann
nach ca. 5 km der erste technisch extrem anspruchsvolle
Streckenabschnitt, der uns auf dem ganz überwiegenden restlichen Teil
begleiten sollte, enge Wege, gesäumt, gespickt von Steinen, und wenn
keine Steine im Wege lagen, dann enge Kurven, Wurzeln und alles
beständig hoch, steil hoch und vor allem steil runter. Im Ergebnis bin
ich gefühlt auch mindestens 20x umgeknickt.... Eigentlich konnte man
herrliche Blicke Richtung Schwarzwald, ins Münstertal etc. genießen....
aber es ging nicht, der Blick war auf den Boden geheftet, wo setzt man
den Fuß am besten auf, wie kann man den Schritt halbwegs ziehen, um den
französischen Laufkollegen halbwegs zu folgen. Bis ca. km 15 hatte ich
noch Sichtkontakt zum Führenden und wechselte ständig zwischen Position
2 und 3.... wobei ich bergan Boden gut machte und bergab, trotz aus
meiner Sicht gewagten Lauftempo bergab verlor. Kurz nach der Hälfte
hatte ich eine Schwächephase, die mich auch den Treppchenplatz kostete,
jedoch fing ich mich ab km 25 wieder und konnte wiederum auf engem,
welligem, kurvigen, mit ständigen Steinhindernissen gespickten Weg
meinen Vorsprung vor dem 5. und 6. halten. Zwischenzeitlich befürchtete
ich, das Ziel überhaupt nicht mehr vernünftig zu erreichen, was ich wie
eingangs erwähnt aufgrund des ungewohnten Profils durchaus nicht
unerwartet gekommen wäre. So dass ich sehr zufrieden im Ziel an kam.
Wobei, planmäßiger Start, Schwächephase, stabilisiert – erinnert
irgendwie an Hamburg 2011, ich denk mal drüber nach. Die Zeit von 2:34
für 33 km spricht jedenfalls glaube ich für sich.... ein anstrengender
Lauf, technisch das schwerste, anspruchsvollste was ich bisher erlebt
habe, und auch das Profil verlangt einem alles ab und dazu
landschaftlich überaus reizvoll, das drumherum mit besonderem Flair,
ich kann die Veranstaltung nur empfehlen, es muss nicht immer ein
Marathon sein, man kann auch so lange laufen ;-) Wobei die Strecke als
Wanderung definitiv gesünder ist!
Gruß Uli
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TerraAcquaCielo WildTrail - 50 km
4.613 Höhenmeter - 07.08.2011
Impressionen von Lothar:
Habe den WildTrail am Lago Maggiore mit leichten Blessuren
(durchweg blaue Fußnägel, Blase unten am Fuß, ein paar kleine Kratzer
und starkem Muskelkater) überstanden.
Insgesamt waren 174 Läufer und Läuferinnen am Start, davon 95 auf der
langen Strecke 50 km und über 4.613 Höhenmeter
und 79 auf der kürzeren Distanz von 27 km und 2.553 Höhenmeter. Ich
gehörte zu den 95 verrückten Läufern, die sich die 50 km ausgesucht
haben.
Der Abend vor dem Start ließ mich schon etwas an meinem Vorhaben
zweifeln, da es in
Strömen regnete. Als ich mich dann morgens um 4.30 Uhr auf den Weg zum
Start machte regnete es immer noch sehr stark, weshalb der Start dann
auch von 6.00 Uhr auf 6.45 Uhr verschoben wurde, wobei der Regen nur
leicht nachgelassen hatte.
Nach dem Startschuss ging es 2,5 km flach über matschige Feldwege durch
ein kleines Flussbett, bevor es dann auf den folgenden 10
km und 1500 Höhenmeter sehr steil über grobe steinige Stufen und
schmalen Gebirgswegen bergauf ging. Oben angekommen stand ein
Streckenposten,
der die Läufer über ein paar größere Felsbrocken leitete (Abenteuer
pur). Nach kurzem flachem schwierigem Gelände ging es 7 km mit ein paar
kleineren Anstiegen meist steil bergab, bevor nach einem kurzen
knackigen Anstieg, eine etwas flachere 4 km lange Passage folgte. Auf
den nun
folgenden 14 km stand der nächste schwierige Anstieg von 1.600
Höhenmeter an. Von da
an ging es steil bergab bis ich nach 50 km in 8 Std. und 7 Min. als 38.
gesamt und 18. Altersklasse im Ziel war.
Mit den beiden größeren Anstiegen von 1.500 und 1.600 Höhenmeter und
einigen kleineren Anstiegen zeigte mir meine
Laufuhr 3.800 Höhenmeter an. Losgelaufen bin ich mit meinen roten
Salomon XT Wings, von der Schuhmarke samt Farbe konnte man im Ziel
nichts mehr
erkennen.
Fazit: Von den bis jetzt von mir bestrittenen Wettkämpfen war
dieser WildTrail mit Abstand der härteste Lauf!
Gruß Lothar
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Zugspitz
Ultratrail - 101 km 5.474
Höhenmeter - 25.06.2011
Impressionen von Bernd:
101 Kilometer, 5.474 Höhenmeter, Laufzeit 16 Stunden 01 Minuten von
7:15 Uhr bis 23:16 Uhr, Rang 54 von 450 gemeldeten Teilnehmern. (AK
Platz 20 von 138 Finishern) Das sind die Eckdaten meines Zugspitz -
Ultratrails. Diese Zahlen alleine können aber nur unzureichend die
wahren Eindrücke, Qualen aber auch euphorischen Momente wider spiegeln,
wie ich diese am heutigen Tag erlebt habe.
Mit dem Song „Highway to
hell“ wurden wir um 7:15 in der Früh auf die Strecke geschickt. Nachdem
es die letzten Tage sehr viel geregnet hat, zeigte sich der Wettergott
gnädig und belohnte uns mit sehr angenehmen trockenen Lauf-Temperaturen
von ca. 10 Grad im Tal.
Die ersten 2 Kilometer ging es noch eben durch
den Veranstaltungsort Grainau. Aber bereits bei der ersten Steigung
wird vorne attackiert und um Positionen gekämpft als ob der Lauf schon
an dieser Stelle entschieden würde. Gott sei Dank weiß man an dieser
Stelle noch nicht, was alles noch auf einen zukommt.
Beim ständigen berauf- / bergab verliert man jedes Gefühl für die
Geschwindigkeit. Nach ca. 3 Stunden passieren wir ein Schild mit der
Aufschrift „Noch 75 km“. Was, erst ein Viertel der Distanz? Gefühlt
sollte es schon wesentlich weiter sein.
Auf den nächsten 5 Kilometer warten nun 1000 Höhenmeter Anstieg auf uns
– zum höchsten Punkt der Runde auf 2.200 Meter Seehöhe. Der Steig ist
hochalpin. Das Wetter wird zwar immer unfreundlicher, stürmisch mit
leichten Regenschauern, aber bis knapp vor dem Gipfel geht alles noch
recht gut. Dann bekomme ich plötzlich Schmerzen im Fuß, ich hatte wohl
den Laufschuh zu satt gebunden. Und ich habe noch keine 30 Kilometer
zurück gelegt! Zum Glück bekomme ich die Sache in den Griff und die
Schmerzen werden nicht noch schlimmer.
Beim anschließenden Abstieg, kann man nur ganz langsam laufen. Ein
falscher Tritt könnte im hochalpinen Gelände leicht zu einem Sturz
führen. Nicht auszudenken, was das hier oben bedeuten würde!
Jetzt wechseln kürzere bergauf- und bergab Passagen laufend ab, wir
bleiben auf über 2000 Meter Höhe.
Ganz vorsichtig kämpfe ich mich
weiter nach vorn, von Platz 107 nach der ersten Zwischenzeit auf Platz
54 zum Ende, immer darauf bedacht an den Anstiegen nicht zu überpacen.
Es folgt jetzt Gott sei Dank ein längerer Abstieg, bei dem sich die
Muskulatur wieder einigermaßen erholen kann. Dann geht’s noch einmal
600 Meter rauf, bevor man über einen 1000 Meter Abstieg dann zum 5.
Verpflegungspunkt bei Kilometer 56,9 kommt. Es ist 16:00 am Nachmittag.
Hier gibt es zum ersten Mal auch eine warme Suppe. Herrlich! Ich nehme
gleich 2 Tassen, zusammen mit den anderen Sachen, die so angeboten
werden: Gels, Bananen, Orangen, Müsli-Riegel, Kuchen, Brot und Wurst.
Energetisch ist man schon ziemlich am Ende, darum sollte man hier auch
ordentlich „nachtanken“. Das habe ich somit auch gemacht, allerdings
ist mir beim Weiterlaufen jetzt etwas schlecht da ich zuviel in mich
rein gestopft hab. Der Bauchgurt des Rucksacks drückt auch noch und
macht die Situation nicht besser.
Laut Streckenbuch, das jeder Teilnehmer mitführen muss, sind die
nächsten 20-25 Kilometer nicht sehr schwer, da kann man wieder mehr
laufen und so einiges an Zeit wieder gut machen. Zeit, die man bei den
Anstiegen immer wieder verliert. Bis jetzt kann ich meine
Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 7 km / Stunde halten.
Allerdings macht sich nun immer stärker die Erschöpfung bemerkbar. Mit
den Schmerzen im Fuß geht es mir inzwischen wieder einigermaßen gut,
nach einem Sturz waren sie kurzzeitig sogar komplett weg, da sich
andere Körperteile meldeten.
Allerdings wartet bei Kilometer 80 der längste Anstieg am Stück mit
rund 1200 Höhenmeter – nahezu zweimal Brandenkopf ! Ich habe einen
Mordsrespekt davor. Und dann noch 1300 Höhenmeter runter ins Ziel. Mit
total ausgebrannten und schmerzenden Oberschenkel auch kein
ermutigender Gedanke!
Jetzt wird jede leichte Steigung bereits zum Kraftakt.
Und dann kommt er – der letzte Anstieg. Irgendwie ist man erleichtert,
dass es jetzt
endlich „los“ geht. Ich versuche, einen gleichmäßigen Rhythmus zu
finden. Ja nicht zu schnell, nur das letzte Pulver nicht vorzeitig
verschießen.
Wider Erwarten geht es überraschend gut. Ca. um 21:45 bin
ich endlich oben. Oben: starker Wind, Nieselregen und einbrechende
Dunkelheit. Gefühlte Temperatur nun weit im minus Bereich.
Jetzt wird es auch Zeit für die Stirnlampe. Das letzte Stück ist dann
noch einmal ein ziemlich steiler und matschiger Weg. Ein paar mal kann
ich einen Sturz nur mit knapper Mühe vermeiden. Jetzt am Ende nur ja
keine Verletzung mehr!
Endlich bin ich unten. Jetzt geht’s nur noch 2 Kilometer auf Asphalt
zurück in den Start- / Zielbereich. Das Adrenalin ist hoch und ich kann
hier auch wieder „ganz normal“ laufen. Allerdings nur genau bis zur
Ziellinie!
Hier erwartet mich bereits meine Frau und meine Kinder.
Jetzt kann ich mich nach 16 Stunden und 01 Minuten auch das erste Mal
wieder hin setzen. Das tut gut. Allerdings nur bis zu dem Moment, wo
man wieder aufstehen möchte...
Das ist auch der Augenblick, an dem man sich nicht wirklich vorstellen
kann so etwas jemals wieder zu machen.
Aber mal sehen wie man morgen
denkt …
Gruß Bernd
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10.
Santa-Claus-Marathon in Rovaniemi (FIN) am 18.06.2011
Impressionen von Bernd
Ehrhardt:
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Haspa Marathon Hamburg - 22.05.2011
Impressionen von Uli:
Mit großen Erwartungen hingefahren, zu dem Marathon bei dem ich vor
zehn Jahren zum ersten Mal unter 2:40 Stunden geblieben bin, damals mit
Tränen in den Augen und in der Erinnerung als der Marathon mit dem
besten Publikum. Ich wollte ihn einerseits genießen und andererseits
versuchen, ob ich meine Bestzeit nochmals steigern könnte... insofern
eigentlich zwei widersprüchliche Zielsetzungen. Die ganze Zeit gebangt,
ob es mit der Temperatur hinhauen könnte... und am Sonntag eines
besseren belehrt, bereits vor dem Start war es angenehm warm, was für
eine dauernde sportliche Betätigung eindeutig zu warm bedeutet. Dennoch
voll auf das zweite Ziel konzentriert, Bestzeit, 3:30 min/km
anlaufen.... Dies klappte auch ganz gut, bei Km 4 waren wir bereits
eine Gruppe, die konstant dieses Tempo durch St. Pauli lief, durch
beinahe überall stehende und anfeuernde Zuschauer... bei Km 7 lief die
Damenspitzengruppe auf uns auf, wir ca. zehn Deutsche hinten dran, bei
Km 8 war es den Damen mit ihren Pacemakern zu stressig und sie
forcierten das Tempo, so dass sie uns davonliefen. Mitgehen wäre viel
zu riskant gewesen, vor allem bei den Temperaturen. Dies bedeutete
dafür, dass ich mit zwei anderen unsere Gruppe bei Km 10 am Fischmarkt
anführte – Stimmung pur, Durchgangszeit 34:30 min.... alles perfekt.
Auch die nächsten Kilometer immer ca. 3:28 min/km bis 3:32 min/km
gelaufen... dann bei Km14 forcierte ein Teil und löste sich, wir dann
noch in einer 3er Gruppe hinten dran mit Abstand. Bis Km 16 an der
Binnenalster immer noch mit 3:30er Schnitt durch tobende Zuschauer....
es wurde immer wärmer, aber durch die Stimmung, das konzentrierte
Laufen bemerkte man das gar nicht, es war zu diesem Zeitpunkt ein
perfektes, zielorientierte Rennen. Dann bei Km 16, 17 langsam
Magenprobleme bekommen, auf Bananen verzichtet, mich nur von meiner
Freundin mit Cola versorgen lassen, Km 20 mit 70 min durch, genau im
Plan, aber die Magenprobleme wurden stärker. Da war klar bei den
Bedingungen mit den Problemen, die 2:27 ist weg, wohl auch die 2:30.
Beim Halbmarathon musste ich meine Mitstreiter ziehen lassen, der
Schnitt fiel unmerklich auf 3:35, 3:40, einmal auch auf 3:45, wurde von
mehreren Leuten überholt. Lief drei bis vier Kilometer praktisch
alleine, nur gegen mich. Bei Km 25 schon nur noch gedacht Hauptsache
ins Ziel kommen, jetzt ein 4:00er Schnitt, dann wird’s wenigstens ne
2:40... wurde müder, aber essen konnte ich wg dem Magen nicht.... erste
Gedanken, warum tut man sich das jedes Mal wieder an? Das Rennen hatte
zu diesem Zeitpunkt seinen Reiz verloren. Dann bei Km 26 wieder Cola
von Nicola bekommen, mich nochmals an eine Gruppe gehängt, komm nur
noch 16 Kilometer, normaler Trainingsumfang das geht immer....
gekämpft, kurz darauf nochmal Cola von Nicola, endlich ein Stück im
Schatten, immer wieder die anfeuernden Zuschauer. Bemerkt, dass die
anderen auch nicht wirklich weg kommen.... dann Km 29 wieder extrem
viele Zuschauer: Stimmung, Anfeuerung, Ulrich-Rufe (die Vornamen waren
auf den Startnummern), Getröte, Applaus, Kinder die die Hände
hinstrecken, Lautsprecherdurchsagen, Trommeln – einfach Klasse... und
der Magen durch Cola stabilisiert und gesehen wieder ein 3:35er
Schnitt. Geht doch. An die Spitze meiner Gruppe gesetzt, den Rhythmus
der Zuschauer aufgenommen, wieder richtig „gelaufen“, wunderschön, egal
was passiert, jeder Kilometer der wieder besser geht genießen... die
Gruppe mit einem Mitstreiter aus Cottbus zerrissen, Tempo hochgehalten,
wieder konstant 3:30er Schnitt. Einfach gelaufen, den Schritt gezogen,
genossen. Die 2:27 h waren zwar weg, aber jetzt war es wieder ein
perfektes Rennen, nicht zielorientiert sondern emotional... kein
rationales Laufen wie auf den ersten 18 Kilometern, sondern eines nach
Gefühl. Es war warm, zu warm, heiß, egal, einfach Spass haben...
überall Zuschauer und verdammt oft in Kurven richtige Massen mit
Applaus, Musik, das beflügelt. Ab Km 34 nur noch zu dritt und nun sehr
viele Kontrahenten aufgelaufen, auch diejenigen die sich nach Km 14, Km
20 nach vorne verabschiedeten kamen nun zurück.... und bei Km 36 auch
die dritte Frau, bei Km 39 gar die zweite Frau überholt.... es lief und
plötzlich wieder das Ziel unter 2 h 30 anvisiert.... am Schluss die
letzten zwei Kilometer alleine, nochmal Cola von Nicola und dann die
Zielgerade genossen.... vor mir gerade noch den Führungswagen für die
erste Frau gesehen.... es haben offenbar alle dem Wetter Tribut
gezollt. Die letzten Meter, 2 h 29 nach genau 42 km, also unter 2 h 30.
Jubel, Zuschauer, Stimmung genießen, aufsaugen.... Ansage: Ulrich Benz,
LG Brandenkopf aus dem Schwarzwald. Im Ziel den Trainer der LG Badenova
getroffen, den ich im Trainingslager mit Marco und Verena kennengelernt
habe. Glückwünsche, Gratulation an die anderen Mitstreiter mit denen
man ein tolles Rennen geteilt hat: ein dreigeteiltes Rennen: Teil 1
konzentriert, fokussiert. Teil 2 Durchhänger, Zweifel, Probleme,
einziger Kampf mit sich. Teil 3 wieder gefangen, genossen, gelaufen,
gefeiert, glücklich..... einer meiner intensivsten Marathons.Bei den
Bedingungen, laut Veranstalter 25 bis 27 Grad hochzufrieden.
Und als
Tipp:
Wer Berlin gut findet, wird Hamburg lieben.
Gruß Uli
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Grand Défi des Vosges -
55 km 1800 Höhenmeter - 17.04.2011
Impressionen von Hans:
Was für ein Tag: 5 Uhr aufstehen, 6 Uhr Abfahrt, 7:30 Uhr Ankunft (ca.
140 km), Startnummer abholen, Entscheidungen treffen, was ziehe ich an,
was nehme ich im Laufrucksack mit, dann schnell zum Startplatz, 2 min
später der Start. Diesmal lasse ich es ruhiger angehen (beim Petit
Ballon Lauf war ich zu schnell angegangen), mein Mantra „Gleichmäßig
laufen“. Nach 1 km sehe ich ein bekanntes Gesicht vom Immenstädter
Gebirgsmarathon 2009, Monika Zuther aus Buggingen. Zeit für einen
Erfahrungsaustausch, sie ist um 3:30 Uhr aufgestanden, läßt es noch
langsamer angehen. Es geht leicht bergauf, ich muß weiter. Die Strecke
ist sehr abwechslungsreich, nicht so anspruchsvoll wie der Trail du
Petit Ballon. Es gibt zwar auch steile Bergauf- und Bergabpassagen,
aber auch lange Forstwege mit leichter Steigung. Ich bin noch etwas
skeptisch, halte ich durch? Nach 10 km bin ich im Lauf. Nach 20 km bin
ich noch locker. Nach 30 km läuft es immer noch gut. Nach 40 km auch
noch. Auch nach 50 km. Auf den letzten Kilometern ist sogar noch ein
kleiner Wettkampf mit einem anderen Läufer (V2M, Jg. 1961, ist 19 sec
vor mir im Ziel) drin. Im Ziel geht es mir immer noch gut. Wow, alles
richtig gemacht, gut trainiert, viel getrunken, bei Km 20 und 40 einen
selbstgemachten Powerriegel (nach dem Rezept in der aktuellen RUNNER’s
WORLD, Seite 80, mit Erdnussbutter für die Langstrecke) gegessen. Ich
freue mich über den 2. Platz in der Altersklasse (Siegerehrung gibt es
aber nur für den 1. jeder Altersklasse), aber noch mehr über den
Gesamtplatz 54 von 209 Finishern.
Gruß Hans
Einen schönen ausführlichen Bildbericht gibt es hier:
http://laufspass.com/laufberichte/2011/defi-des-vosges-2011.htm
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DM
Halbmarathon Griesheim - 17.04.2011
Impressionen von Uli:
Ich bin bei guten Bedingungen eigentlich ganz gut ins Rennen gekommen
und eher zufällig ab Km 2 mit Sabrina Mockenhaupt gelaufen. Teils mich
von ihrer Gruppe ziehen lassen, aber teils auch selbst geführt.
Spätestens ab Km 6,7 habe eigentlich eher ich Mocki geführt als ihre
Gruppe mich. Bei km 12 fiel sie dann nach hinten weg, sie startete nach
ihrer Aufgabe beim Berliner HM auch spontan. Bis Km 17 habe ich mit Jan
Müller (ehemals Dritter des FR Marathon 2008 aus München) gut
harmoniert und abgewechselt. Es lief gut, bei Km 10 (33:00) auch bei Km
17 noch einen 3:18er-Schnitt gelaufen. Bei Km 17 auf 18 musste ich ihn
allerdings ziehen lassen und war die letzten leicht ansteigenden Km im
Gegenwind alleine. Bei Km 20 habe ich gewusst, dass es auch diesmal
keine Zeit unter 70 Min. werden wird (66:50). Habe dann bei Km 21
(70:04) dann das Tempo rausgenommen, was weder auf die Bestzeit noch
auf die Platzierung Auswirkungen hatte. Es war letztlich knapper als es
von der Zeit aussah. Es war von der Renneinteilung, vom Ergebnis und
auch "vom mitlaufen im Kopf" eines meiner besten Halbmarathonrennen,
was mich vor allem nach dem "misslungenen" Lauf in FR beruhigt. War ein
schöner Wettkampf….
Gruß Uli
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Impressionen von Eugen:
Stehe mit etwas gemischten Gefühlen am Start. Die 10 Km vor 5 Wochen in
Schriesheim und vor 2 Wochen in Bad Liebenzell liefen aufgrund der
besonderen Wetterbedingungen nicht so wie gewünscht. Wie es mir heute
wohl ergehen wird? Aus dem Unterbewusstsein „meldet“ sich die Christel:
Konzentriere Dich nicht darauf was war oder was kommen könnte sondern
auf das Jetzt! Die Charakteristik der Strecke ist einfach beschrieben:
es geht 2,5 Km schnurgerade die leicht abschüssige Straße runter und
auf der Gegenseite wieder hoch. Dort aber mit Gegenwind. Einige Läufer
stehen ein paar Meter zu nahe am Ziel, weshalb sich der Start um fast 5
Minuten verzögert. Die Temperatur ist angenehm. Später kam die Sonne
raus und es wurde etwas wärmer. Beim Einlaufen hatte ich mit Uli
"vereinbart", dass wir beide Bestzeit laufen. Wie sich später noch
zeigt hätte ich dies besser nicht gemacht. Endlich geht es los. Die
ersten 3 Minuten sind äußerst ruppig. Viele langsamere Läufer standen
zu weit vorne und andauernd wurde von allen Seiten gerempelt. Nur mit
viel Glück konnte ich einen Sturz vermeiden. Nach etwa einem Km konnte
ich dann frei laufen. Leider fand sich für mein Renntempo von 4:12 (5
Km in 21 Minuten) keine Gruppe, so dass ich mehr als dreiviertel der
Strecke "alleine" unterwegs war.
Auf der anderen Straßenseite kommt mir Uli mit Mocki zusammen entgegen.
Ab der 2. Runde war Mocki schon hinter Uli! Um Km 14 kündigt dann eine
laute Trillerpfeife den nahenden D-Zug Express mit Andrè, Musa und
Hagen an. Mir geht es immer noch gut und der 4:12er Schnitt steht noch.
Km 15 wurde bei 1:03h passiert. Zum letzten Mal geht es am Start vorbei
mit ein paar Läufern im Schlepptau runter Richtung letzter Wende.
Während ich erst bei Km 16 bin ist Uli schon im Ziel und hat seine
Bestzeit nur um 23 Sekunden verpasst! Es geht auf die letzte
Gegenwindstrecke. Der Wind hat zugenommen und schon wenige hundert
Meter nach der letzten Wende ist nur noch eine junge Frau in meinem
Schlepptau und ich habe keine Chance mit ihr abwechselnd im Wind zu
laufen.
Etwas verzweifelt versuche ich eine 60 Meter Lücke zu Walter Koch und
Branka Hajek zu schließen, schaffe es aber nicht. Ausgerechnet zwischen
Km 17.5 und Km 20 verstärkte sich der Wind noch einmal. Mein Schatten
versuchte an mir vorbeizugehen, scheiterte aber am Wind. Bei Km 19 war
dann klar, dass aus einem perfekten Tag nur noch ein sehr guter Tag
wird. 40 Sekunden habe ich zwischen Km 17.5 und 20 liegen lassen. Wäre
das nicht passiert, wenn der Start pünktlich erfolgt wäre? Auf den
letzten 1100m habe ich dann nichts mehr alles gegeben sondern nur noch
darauf geachtet, dass mich meine Platzierung halte und meine
Verfolgerin mich nicht überholt. Am Ende standen 1:29:34 h zu Buche,
was immerhin 2:21 Minuten schneller als letztes Jahr in Bad Liebenzell
war und nur 25 Sekunden an der Bestzeit vorbei. Die vielen
Trainingskilometer haben sich mal wieder gelohnt. Aus meiner Sicht war
dies mein bestes Rennen überhaupt. Ich habe mich von nichts
beeindrucken lassen, weder von den Temperaturen, dem Wind, von den
massenhaft umherschwirrenden Pollen, die mir Probleme beim Atmen
bereiteten noch von der etwas unrhythmischen Strecke.
Gruß Eugen
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Trail
des Roches - 48 km 2300 Höhenmeter - 17.04.2011
Impressionen von Bernd:
Sehr anspruchsvolle Strecke mit vielen, sehr steilen Bergauf- und
Bergabpassagen.
Teilweise mit Kletterpassagen über Felsen die mit Seilen gesichert
wurden. Start war um 7:30 Uhr bei kühlen 0°. Unheimlich starkes
Starterfeld, wie anscheinend in Frankreich üblich. Habe mich besonders
darüber gefreut dass ich bester "Ausländer" werden konnte.
Gruß Bernd
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Connemarathon - 10.04.2011
Impressionen von Helmut:
Der berühmteste irische Landschaftslauf, Connemarathon, fand dieses
Jahr zum 10. Mal statt und wurde entsprechend gefeiert. Drei
verschiedene Strecken stehen zur Auswahl: Die volle Runde von Maam
Cross als Ultra über 63 km, der "full marathon" über die klassische
Distanz, der am Lake Inagh inmitten der Natur startet, sowie der
Halbmarathon, der bei Lenane beginnt. Startzeiten 09:00, 10:30, und
12:00.
Mal abgesehen davon, dass ein Landschaftslauf ein völlig anderes
Erlebnis als ein Stadtlauf darstellt, ist ein Lauf eingebettet in einen
irischen Urlaub mit bed&breakfast etwas Besonderes. Der
Connemarathon aber
unterscheidet sich noch von anderen Landschaftsläufen. Denn zum Start
kann man nicht mit dem eigenen Auto anreisen, von Clifden oder Galway
wird man mit Bussen zum Start transportiert. Bei der Freundlichkeit der
Iren kommt allein schon im Bus mit all den anderen Läufern eine ganz
besondere Stimmung auf.
Leider war dieses Jahr das Wetter ein wenig "irisch", sprich
wechselhaft mit den herrlichen Connemara-Bergen im Nebel. Aber
nichstdestotrotz ließ sich auf den 42,195 km, die ich dieses Jahr lief,
die einzigartige Landschaft genießen. Connemara selbst ist mit einer
der wundervollsten Landschaften, die Irland zu bieten hat. Eine
herrliche Kombination aus Seen, Weite, Einsamkeit, Bergen und Irlands
einzigem Fjord, dem Killary Harbour. Die Strecke selbst ist nichts für
Läufer, die ebene Strecken mögen. Es ist ein welliges Terrain, das auf
den letzten 21 km dann noch zwei kleinere Pässe bietet, davon auf den
letzten 5 Kilometern die berühmte "Hell of Connemara" oder auch "The
Wall", an der vor 4 Jahren ein junger Läufer verstarb. Wer die Strecke
schafft, darf ein Funktionsshirt mit der Aufschrift "I hit the wall in
Connemara" in Empfang nehmen.
Die Verpflegung mit Wasser auf der Strecke ist optimal. Jeder erhält
immer eine Halbliterflasche mit Trinkventil, so lassen sich bequem die
Wasserverluste ausgleichen. Viel besser wie die halbgefüllten
Trinkbecher,
die man sich auch noch zur Hälfte ins Gesicht kippt.
Nach speziellem Training für genau diesen Marathon lief es optimal. Man
ist ja immer bestrebt, DEN perfekten Marathon hinzubekommen. Beim 15.
Marathon meiner Läuferkarriere seit 2006 hatte ich nun das Gefühl, dass
es nicht mehr besser laufen kann. Volle Kraft auf der zweiten Hälfte
und doch am Ende nicht völlig kaputt. Die ganze Strecke Laufgenuss pur.
Am Anfang noch die Positionskämpfe, dann nach dem Abstieg zum Killary
Harbour lange Zeit einsam im Wind, in Lenane zur Halbzeit das Publikum
im Ort, auch wenn's vielleicht nur 50 waren, ganz für mich allein, ein
bewegender, unvergesslicher Moment, und dann 20 km der Kampf durch den
endlosen Lindwurm der Halbmarathonis bei immer stärker auffrischendem
Gegenwind.
3:18:18, auf meinem Garmin auf die Sekunde genau die geplante
Durchschnittszeit pro Kilometer, 44. Platz von 519 Startern, in der
Altersklasse der 50-60-Jährigen der 3. Rang, was will man mehr?
Krönender Abschluss die 10-Jahres-Party am Abend in Galway mit Menu,
Musik und Tanz mit vielen anderen Läufern aus aller Welt.
Wer einfach mal einen besonderen Lauf in anderer Atmosphäre verbunden
mit einem kleinen erholsamen Irland-Urlaub Anfang April erleben möchte,
dem kann ich nur wärmstens den Connemarathon empfehlen. Egal, für
welche Strecke man sich entscheidet, man wird nicht enttäuscht werden.
Viele Grüße, Helmut





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28. Rheinfelder Halbmarathon -
20.03.2011
Impressionen von Miriam:
Ein schöner sonniger Morgen an der schweizer Grenze in Rheinfelden ruft
ca. 150 Läufer pünktlich um 11.00 Uhr auf die Strecke. Allein das
Einlaufen vor dem Start ließ mich das Frühlingserwachen genießen.
Los ging es mit einer Runde im Stadion, wo ich erfreut feststellte,
dass mein großer Bruder bereits dort begann Abstand zwischen sich und
seine Verfolger zu bringen. Meine Absicht war, mich an eine Dame zu
hängen und zu schauen, dass ich mithalten konnte.
Nur sah ich bereits nach 100 Metern, dass ich das Feld der Frauen
anführte! Mit diesem (fast beängstigenden) Wissen ging ich auf die
erste kleine Runde (insgesamt 2 kleine à ca. 4km und 2 große Runden à
ca. 6km). Die 100% asphaltierte Strecke lud zum schnellen Laufen ein,
die langgezogenen Geraden jedoch ließ ich in monotonem Schritt hinter
mir.
Nach der ersten kleinen Runde lag ich immer noch vorne und wartete
darauf von irgendeiner Dame überholt zu werden, aber dem war nicht so.
Also ging es mit einem flauen Gefühl im Magen auf in die nächste Runde.
Trinken nicht vergessen und weiter. Die zweite Runde hielt ich mein
Tempo und auf der 3. Runde sah ich bei Kilometer 10, dass ich meine
bisher drittschnellste Zeit über 10 km gelaufen war und ich hatte noch
nicht einmal die Hälfte hinter mir. Die Kraft blieb mir widererwarten
treu und als ich an einem Wendepunkt sah, dass meine Verfolgerin ebenso
angestrengt Schritt um Schritt tat, war ich vorübergehend beruhigt. Es
ging wieder auf eine oben genannte lange Gerade, die zur höchsten
Erhebung (Brücke über die Autobahn) führte, nur um am Ende der Brücke
in eine noch längere Gerade zu führen. Dies war nun der Abschnitt mit
dem meisten Gegenwind, den ich jedoch gleich ausblendete, um
„entspannt“ vorwärts zu kommen. Schließlich sind die Trainingseinheiten
an der Kinzig meist von noch mehr Wind geprägt. Die Anfeuerungsrufe
unserer beiden Fans (Danke Lisa & Elias!), den Streckenposten
und den gut vertretenen Zuschauern, lenkten zudem vom Gedanken an den
Wind ab.
Auf der letzten großen Runde nahm ich nochmal alle Reserven zusammen
und hoffte, dass es bis ins Ziel reicht. Meine Verfolgerin hatte ein
kleines Stück gutmachen können und ich war nun gezwungen gegen den Wind
Tempo zu machen. Den Anstieg der Brücke, der mir im letzten Jahr alle
Kraft raubte, bewältigte ich ohne Mühe mit dem Gedanken an meine bisher
zurückgelegten Bergläufe.
Jetzt galt es die letzten Kilometer durchzuhalten.
Als ich ins Stadion einbog, um die letzte Runde dort zu beschreiten,
nahm ich alles was ich noch hatte aus mir heraus und siegte ziemlich
erschöpft, 14 sec vor meiner Verfolgerin. Im Zielbereich kam mein
Bruder strahlend auf mich zu und da wusste ich, dass wir heute das
erste Mal zusammen ganz oben auf dem Treppchen stehen würden.
Ein wirklich toller Lauf, geprägt von Sonne, Wind und guter Laune!
Gruß Miriam
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Trail du Petit Ballon d'Alsace -
46,8 km 2142 Höhenmeter - 20.03.2011
Impressionen von Hans:
Mein erster Trail. Das Wetter war super, strahlender
Sonnenschein, in Rouffach ein frischer und kalter Wind. Anfangs geht es
bald durch die
Weinberge, noch recht moderat, dann viel durch Wald, auf Forstwegen und
mehr und mehr Singletrails, mit vielen Steinen und Wurzeln und Matsch
und
giftigen Anstiegen, wer da noch laufen kann muss ein Übermensch sein.
Auf dem
Petit Ballon etwas Schnee, ein kurzer Blick in die Runde, dann wieder
auf
den Boden. Es geht steil eine Wiese runter, steile Bergpfade runter,
nach
einem kurzen Flachstück wieder steile Bergpfade runter, zwischendurch
mal
wieder bergauf, auch steil und steinig, es ist dauernd höchste
Konzentration
gefordert. Nach 33 km, wieder in Osenbach (da war ich schon platt,
hatte
nur ein paar 2 - 2 1/2 Std. Läufe in der Vorbereitung) ging es wieder
steil
bergauf und bergab und bergauf und bergab und... Das Warten auf einen
schönen viele Kilometer langen breiten Weg bergab hörte nicht auf, ich
lief nur noch mechanisch, in meinem Hirn war es dunkel. Dann der letzte
Kilometer, eine steile Betonpiste im Weinberg, meine Füße brannten,
hatte
nach 500 m unter beiden Fersen eine Blase.
Insgesamt ein sehr anspruchsvoller Lauf, sehr unruhig, jede
Unachtsamkeit
wird bestraft (mehrere Stolperer, 1x hingelegt, nix passiert). Nächstes
Jahr bin ich wieder dabei! und werde unter 5 Std. laufen.
Gruß Hans
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Impressionen von Bernd:
War ein super Lauf in diesem Jahr!
Kühles tolles Laufwetter, beste Bedingungen für eine solche Strecke,
ganz
oben auf dem Petit Ballon lag ein wenig Neuschnee und die Wege waren
z.T. noch gefroren.
Bei mir ists super gelaufen und ich konnte mich durch die bessere
Kenntnis
der Strecke, die guten Streckenbedingungen und die solide
Vorbereitung im Winter von 5:12 Std. auf 4:38 Std. um über eine halbe
Stunde
verbessern.
Insgesamt ist die Strecke mit über 2.000 HM natürlich nicht einfach,
macht
aber durch die abwechslungsreiche Wegführung viel Spaß, -> hoher
Anteil an Singletrails!
Hans hab ich leider nicht getroffen, das war aber auch relativ
schwierig bei
den vielen Leuten die insgesamt am Start waren.
Gruß Bernd
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