Presse

Schwarzwälder Post, Mittwoch, 22. August 2012

»Trainingseinheit« beim teuflischen Berglauf am Schilthorn
Brüder Benz von der LG Brandenkopf auf den Plätzen 8 und 10

Zell-Unterharmersbach (as). Drei Bergläufer von der LG Brandenkopf, die sich derzeit auf den Anfang September stattfindenden Jungfrau-Marathon vorbereiten, nahmen am vergangenen Samstag am Schilthorn Halbmarathon teil.
Da die gängigen Marathon-Trainingspläne in der Regel drei Wochen vor dem Marathon einen Halbmarathon als Testlauf vorsehen, bot es sich den Läufern an, den Termin in Lauterbrunnen wahrzunehmen. Gerade auch da im Flachland die große Hitze angesagt war. Allerdings diesen Lauf nur als Trainingseinheit zu bewerten, wäre leicht untertrieben, denn mit 2175 Höhenmeter gilt der »Inferno-Halbmarathon« als die große Herausforderung für Bergläuferinnen und Bergläufer.
Der Start befindet sich beim Campingplatz in Lauterbrunnen (795 Meter über Meer), direkt unterhalb des Staubbachfalls, dem Wahrzeichen des Lauterbrunnen-Tals. Die ersten 11 Kilometer präsentieren sich - so die offizielle Streckenbeschreibung der Veranstalter - noch ziemlich »harmlos«, mit rund 800 Höhenmetern bloss mal ein Einlaufen.
Gleich nach dem Sportzentrum Mürren (1640 m) ging's zur Sache. Mit der Höhenlücke stellt sich den Läufern eine erste Wand in den Weg. Nach dem nochmals um zwei Kategorien steileren Kanonenrohr wartet eine zwei Kilometer lange, flache Geröllhalde, ehe die Athletinnen und Athleten im rund 1,5 Kilometer langen Schlussaufstieg zum Schilthorn-Gipfel (2970 M) nochmals happige 400 Höhenmeter bewältigen müssen. Verdeutlicht wird diese steile Streckenführung auch dadurch, dass Läufern die im Flachen in der Lage sind einen Kilometer in 3:30 Minuten zu bewältigen nun an den extremsten Steilstücken für die gleichen Streckenlänge rund 15 Minuten benötigten.
Jedoch auch die Wetterverhältnisse entsprachen in etwa denen in der Heimat, allerdings hatten die erfahrenen Veranstalter zahlreichen Versorgungsstellen eingerichtet, die den Läufern den Aufstieg erleichterten und bei vernünftiger Vorgehensweise die Gefahr einer Überhitzung ausgeschlossen werden konnte.
Sehr gut in Form präsentierten sich von der LG Brandenkopf die Brüder Uli und Joachim Benz, die mit 2:14:30 bzw. 2:16:36 Std. die Plätze 8 und 10 erreichten. Für beide positive Signale Richtung Saisonhöhepunkt, gerade für den jüngeren Uli, der sich für die Langdistanz Berglauf Weltmeisterschaften qualifizieren konnte, die im Rahmen des Jungfrau-Marathons ausgetragen werden. Bernd Ehrhardt, LG Brandenkopf (3:29:46), belegte in seiner Altersklassen einen respektablen Platz im Mittelfeld.

Joachim Benz, Bernd Ehrhardt und Ulrich Benz

Die drei LGler auf dem Schilthorn auf fast 3000 m Höhe: Joachim Benz, Bernd Ehrhardt und Ulrich Benz.
                                                   Foto: Alfred Siegesmund

Reportage "Inferno Mürren-Schilthorn" bei LaufReport

zurück
__________________________________________________________________________