Presse
Schwarzwälder Post,
Montag, 16. Juni 2014
Den ersten von drei Berg-Marathons erfolgreich bewältigt:
Rosi Knäble in Liechtenstein Zweite
Zell-Unterharmersbach (sp). Unter dem Motto »Drei Länder, drei Monate,
drei Marathons - eine Wertung« wird in diesem Jahr zum ersten Mal der
33M-Cup
ausgetragen. Am Samstag ging es zum Auftakt in Liechtenstein an
der Start, die LG Brandenkopf war mit Rosi Knäble, Lothar Killig und
Bernd Ehrhardt vertreten.
Die neue Wertungsform wurde von den Veranstaltern der drei renommierten
Bergmarathons LGT Alpin-Marathon Liechtenstein
(14. Juni),
Zermatt-Marathon
(5. Juli) und Allgäu-Panorama-Marathon (24.
August)
ins Leben gerufen, um das Gemeinschaftserlebnis
der Teilnehmer und Teilnehmerinnen in drei Ländern in drei
Sommer-Monaten sowie die vollbrachte Leistung bewusst zu machen und zu
dokumentieren.
Zum Auftakt fand am Samstag nun der Liechtenstein-Marathon statt, ein
interessanter Lauf, der praktisch jeden Winkel des Fürstentums
ausnutzt, um auf die erforderlichen 42,195 Kilometer zu
kommen. Bei der 15. Durchführung kam erstmals fürstlicher Glanz auf,
denn die Erbprinzessin Sophie - mit komplettem Namen Sophie Elizabeth
Marie Gabriele von und zu Liechtenstein - gab für die 931
Teilnehmer den Startschuss ab. Weitere sechs Stunden an der war die
Prinzessin an der Strecke und im Zielgebiet unterwegs.
Die Marathonstrecke führte zunächst rund zehn Kilometer auf dem Damm
des noch jungen Rheins entlang, ehe sich der Kurs dann in Vaduz am
Schloss vorbei allmählich in das alpine Gebiet Liechtensteins zog.
Insgesamt waren 1870 Höhenmeter zu bewältigen, unterbrochen von 720
Meter Gefälle.
Am Start waren für die LG Brandenkopf Rosi Knäble, Lothar Killig und
Bernd Ehrhardt, die sich für das Experiment der drei Bergmarathons
entschieden hatten. Nach einer Vorbereitungszeit von rund
einen halben Jahr mit unzähligen langen Läufen und rund 1800
Ausdauerkilometern, galt es nun bei der ersten großen Aufgabe,
verschiedene Punkte zu berücksichtigen: Zum einen muss die Kraft so
eingeteilt werden, dass in drei Wochen noch genug Körner, also
Kraftreserven, für den Zermatt-Marathon zur Verfügung stehen. Dieser
Lauf wird von Experten als der Schwierigste der drei Marathons
gewertet.
Auch machte es Sinn, auf dem ersten flachen Teil bis Vaduz nicht zu
schnell zu beginnen, damit in der anschließenden Bergpassage
die erforderlichen Kraftreserven zur Verfügung standen. Der
ultralauferfahrene Lothar Killig bewältigte diese Aufgabe bestens, denn
er erreichte das Ziel in dem Bergdorf
Malbun nach 4 Stunden und 32 Minuten und war damit exakt im Bereich der
vorher gesetzten Zielsetzung.
Rosi Knäble und Bernd Ehrhardt schlossen sich von Beginn an zusammen
und unterstützten sich abwechselnd als Zug- und Bremsläufer. Bis zum
Ziel des ersten Aufstiegs nach 1000 Höhenmeter gelang
dies wie geplant, jedoch bei der ersten Bergabpassage traten bei
Ehrhardt - wie auch bei zahlreichen anderen Läufern beim Wechsel des
Streckenprofils die ersten Krämpfe in der Beinmuskulatur auf, die bis
zum Ziel anhielten. So reichte es für ihn nach 5 Stunden und 4 Minuten
gerade noch für den zehnten Platz in der Altersklasse.
Rosi Knäble jedoch war ab diesem Zeitpunkt durch nichts und niemanden
mehr aufzuhalten. Mit 4:38 Stunden reichte es für sie für den zweiten
Platz, und sie konnte
aus den Händen von Erbprinzessin Sophie einen wertvollen Preis
entgegennehmen. In der neuen Wertung 33M sind nun alle drei Läufer
aussichtsreich für eine vordere Platzierung im Rennen, es bleibt nun
abzuwarten, wie weit
die Blessuren bis zum Zermatt-Marathon behoben werden können.
Herausforderung Liechtenstein: Lothar Killig und Rosi Knäble bei der
Streckenbegehung am Freitag.
Foto:
Bernd Ehrhardt
Reportage »15. LGT Alpin
Marathon Liechtenstein«
bei LaufReport
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